WEINNACHRICHTEN
  • 15. JANUAR 2015
  • 2 min
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Chronik eines Betrugs mit Bordeaux-Wein

Es sollten gleich zehn Kisten Edelwein sein, die an den Gastronomen verkauft wurden – doch dieser vereitelte den Betrug und ließ einen Vorbestraften verhaften. Der Betrug zum Nachteil eines Gastronomen aus Bra, einer Kleinstadt in der Provinz Cuneo, nach dem was...

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von WineAtWine
Wine at Wine Redaktion

Chronik eines Betrugs mit Bordeaux-Wein

Es sollten gleich zehn Kisten Edelwein sein, die an den Gastronomen verkauft wurden – doch dieser vereitelte den Betrug und ließ einen Vorbestraften verhaften.

Der Betrug zum Nachteil eines Gastronomen aus Bra, einer Kleinstadt in der Provinz Cuneo, wurde von den eingreifenden Carabinieri rekonstruiert, die die Betrüger aufhielten: Das Vorgehen folgte einem festgelegten Schema – eine Frau rief während eines Telefonats zur Reservierung eines Abendessens für 8–10 Personen an und bestellte rund zehn Flaschen Bordeaux, einen edlen Wein aus dem französischen Anbaugebiet. Da der Gastronom den gewünschten Wein nicht vorrätig hatte, hätte er ihn bei einem weiteren Händler bestellen müssen – doch die Frau bot prompt ihre Hilfe über einen befreundeten Vertreter an, der die Bordeaux-Flaschen für das reservierte Abendessen liefern würde, eine Gesamtbestellung im Wert von rund tausend Euro.

Der Gastronom schöpfte sofort Verdacht und alarmierte die Carabinieri, die umgehend einschritten: Sie überwachten und beschatteten verdeckt die Lieferung des vom Gastronomen bestellten Weins, der mutmaßlich betrogen werden sollte. Die Entdeckung durch die Carabinieri war aufsehenerregend: Der als edel angepriesene und für Tausende von Euro verkaufte Wein war in Wirklichkeit ein minderwertiger Wein, der auch in Discountern erhältlich war – alles andere als ein erlesener und teurer Tropfen.

Bei den Durchsuchungen wurden mehrere Weinverpackungen beschlagnahmt. Der Mann, ein 55-jähriger Vorbestrafter, hatte aufgrund verschiedener Ermittlungserkenntnisse geplant, mehrere Gewerbetreibende und Gastronomen der Umgebung zu betrügen. Derzeit laufen noch verschiedene Überprüfungen, um festzustellen, wie viele Händler Opfer des Weinbetrugs wurden.

Darüber hinaus wird im Rahmen der Ermittlungen untersucht, ob weitere Betrugsfälle der letzten Zeit auf dieselbe Tätergruppe zurückzuführen sind. Man versucht auch, die Komplizen des Betrugs ausfindig zu machen. Alle für den Betrug verwendeten Mittel wurden von den Carabinieri umgehend beschlagnahmt.

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