ROTWEINE
  • 27. FEBRUAR 2014
  • 2 min
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Ein Nischenwein: der Barbaresco di Cascina Saria

BARBARESCO CASCINA SARIA ANNATA 2001 ALKOHOLGEHALT 14% – Seit etwa 15 Jahren wird dieser Wein aus einem der historischen Weinberge von Cascina Saria produziert, einem Weinberg, der vor etwa 40 Jahren in einem der interessantesten Terroirs zwischen den Hügeln...

Paolo Zordan

von Paolo Zordan
Sommelier & Kritiker

Ein Nischenwein: der Barbaresco di Cascina Saria

BARBARESCO CASCINA SARIA ANNATA 2001

ALKOHOLGEHALT 14%

Seit etwa 15 Jahren wird dieser Wein aus einem der historischen Weinberge von Cascina Saria produziert, einem Weinberg, der vor etwa 40 Jahren in einem der interessantesten Terroirs zwischen den Langarole-Hügeln gepflanzt wurde. Die sorgfältigen und genauen Eingriffe im Weinberg gewährleisten eine auf das Minimum begrenzte Anzahl von Behandlungen. Auch bei diesem Wein erfolgt die Erziehung nach dem Guyot-System mit Erträgen von etwa 70 Dz pro Hektar, was für mich ein ausgezeichneter Ausgangspunkt ist, um organoleptische Eigenschaften im Glas von sicherem Interesse zu erzielen.
Keinesfalls ein einfacher und gewöhnlicher Wein, dieser Barbaresco, ein Nischenprodukt in nur 4500 Flaschen.

Die Lese findet üblicherweise in der letzten Septemberdekade statt und wird zur Gewährleistung besserer Qualität manuell durchgeführt, wobei kleine Körbe für den Transport der Trauben zum Betrieb verwendet werden, um Spontangärungen zu vermeiden, die dem Wein Fehler verleihen könnten. Anschließend folgt die Gärung bei kontrollierter Temperatur, und das Vergären der letzten Alkoholgrade erfolgt direkt in Barrique – sowohl erster als auch zweiter Belegung – wo der Wein für weitere 18 Monate verbleibt. In dieser Zeit entwickelt sich der Wein bis zur vollständigen Reife, die es ihm ermöglicht, nach einem weiteren sechsmonatigen Aufenthalt im Stahltank abgefüllt zu werden.
In einem schönen klaren Granatrot beeindruckt er sofort durch seine Konsistenz und die Intensität seiner Aromen, die reich an ätherischen, würzigen Noten (vor allem Kakao und Lakritze) sowie reifen Früchten (Brombeere und Pflaumenmarmelade) sind.
Am Gaumen ist er trocken, warm und mit einer ausgeprägten, aber eleganten Tanninstruktur, die – gut kombiniert – (zu kombinieren mit tagliatelle al tartufo) großes Vergnügen bereiten kann. Angenehm und ausgesprochen anhaltend ist der leicht bittere Abgang mit retronasalen Nussnoten.
Um ihn am besten zu genießen, sollte man ihn vor dem Trinken gut atmen lassen.
Es ist ein Wein, der bereits eine ausgeprägte Persönlichkeit erlangt hat, und seine Langlebigkeit garantiert mir, ihn auch mit den Jahren immer wieder neu schätzen zu können.

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