Der Gewurztraminer ist zweifellos einer der Symbolweine des Trentino. Sein Name leitet sich von dem Ort ab, auf den der Ursprung der Rebsorte zurückgeführt wird: Tramin oder Termeno. Wörtlich bedeutet Gewurztraminer Gewürzwein aus dem Ort Tramin.
Neben dem Trentino wird die Rebsorte auch im Aostatal, im Elsass (wahrscheinlich von Deutschen gepflanzt), in Österreich, Deutschland (besonders in den Regionen Baden und Pfalz), im übrigen Frankreich und in den Vereinigten Staaten angebaut; in jüngster Zeit haben einige versucht, sie in Molise anzupflanzen.
Die Rebsorte trägt in der ganzen Welt verschiedene Namen:
- In Deutschland ist sie als Roter Traminer bekannt
- In Slowenien nennt man sie Traminac
- Liwora, Pinat Cervena und Drumin sind die in der Tschechischen Republik und der Slowakei verbreiteten Namen
- In Bulgarien wird sie als Mala Dinka bezeichnet
- Rusa in Rumänien
Das Merkmal der aus diesen Trauben gewonnenen Weine sind die kräftigen Aromen, rund und explosiv. Man nimmt gelbe und exotische Früchte, oft überreif, wahr.
Die Beerenhaut hat eine rosafarbene Tönung, während die ursprüngliche Sorte, der Traminer, eine hellgrüne Schale und feinere, weniger intensive Aromen aufweist.
Es handelt sich um eine empfindliche Rebsorte im Anbau, die keine sehr hohen Erträge liefert und dort am besten gedeiht, wo der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht groß ist.
Der Gewürztraminer neigt dazu, recht hohe Alkoholgehalte zu entwickeln, während die Säurewerte vergleichsweise niedrig sein können.
Die Weine präsentieren sich mit einer tiefen strohgelben Farbe, einer sehr aromatischen und süßen Nase; der Gaumen ist duftig und der Körper gewichtig. Es empfiehlt sich die Kombination mit Fischgerichten, Salaten, veganem Sushi und Gemüsecrudités im Allgemeinen; ausgezeichnet auch als Aperitif. Nicht zu unterschätzen in Kombination mit bestimmten Käsesorten.
Produktionsvorschriften D.O.C. Trentino
- Gewürztraminer mindestens 85 %, andere weißbeerige Rebsorten der autonomen Provinz Bozen können bis zu einem Maximum von 15 % beitragen.
- Böden: überwiegend kalkhaltig
- Die maximale Traubenproduktion muss 13 t/ha betragen
- Bei Neuanlagen und Wiederbepflanzungen darf die Dichte nicht weniger als 3.300 Stöcke/ha betragen
- Der natürliche Mindestalkohole muss 11 % vol. betragen
- Eine Riserva-Variante ist vorgesehen, sofern der Mindestralkoholgehalt mindestens 11,5 % vol. beträgt, mit einer Mindestreifezeit von 2 Jahren und Ausbau in zugelassenen Holzfässern
- Alle Vinifikations-, Reife- und Abfüllvorgänge müssen im DOC-Gebiet durchgeführt werden





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