Liebe Freunde von Wine at Wine, wieder einmal möchte ich euch ein typisches Gericht meiner Region vorstellen: dem Veneto.
Das Fegato alla Veneziana ist auf der ganzen Welt bekannt für seinen besonderen Geschmack, der Leber mit Zwiebeln kombiniert.
Wie entstand diese Zubereitung, die auf Venezianisch figà àea Venessiana genannt wird?
Die Geschichte erzählt uns, dass sie bis in die Römerzeit zurückreicht, nur dass die Römer sie mit Feigen zubereiteten, um den starken Geruch der Leber zu überdecken; die Venezianer hingegen, da Feigen schwer erhältlich und auch teuer waren, entschieden sich, weiße Zwiebeln zu verwenden, die günstig und im Gebiet leicht verfügbar waren. Diese Verwandlung brachte dieses typische und schmackhafte Gericht hervor.
Zutaten für zwei Personen
- Kalbsleber 300/400 g
- 1 weiße Zwiebel (am besten aus Chioggia)
- Olivenöl 1/2 Glas
- Butter 30 g
- Weißwein 15 ml
- Salz nach Bedarf
- Pfeffer nach Bedarf
- Gehackte Petersilie
- Polenta nach Belieben
Zubereitung des Gerichts
Die Zwiebel fein schneiden und in einer Pfanne mit Öl und Butter bei niedriger Hitze langsam weich dünsten, dabei gelegentlich umrühren, damit sie nicht am Boden anhaftet.
Nach etwa 10 Minuten sollten die Zwiebeln gebräunt sein (wobei die Zeit davon abhängt, wie fein man die Zwiebeln geschnitten hat).
Nun den Weißwein und die in nicht zu dünne und nicht zu grobe Scheiben geschnittene Leber hinzufügen.
Jetzt die Flamme erhöhen und ablöschen, das Ganze nicht länger als 5 Minuten garen lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Leber vom Herd nehmen.
Noch heiß mit zwei Scheiben Polenta vom Grill servieren, oder nach Belieben mit weicher Polenta und dem Bratensaft.
Ich persönlich bevorzuge die gegrillte Variante.
Für diese Zubereitung empfehle ich die Kombination mit dem Valpolicella Ripasso Classico Superiore D.O.C. 2011 von Villa Novare CAV. G.B. Bertani.
Gewonnen aus Uve Rondinella und Corvina Veronese.
Es ist ein intensiver, komplexer und umhüllender Wein, in dem wir Weichheit und Fruchtreichtum finden.
Hergestellt mit der Technik der Rifermentazione des Valpolicella auf den Trestern des Amarone und des Recioto, zu denen die Bertani einen kleinen Anteil halbgetrockneter Trauben hinzufügt, was dem Wein mehr Fruchtintensität und Frische verleiht.
Optisch präsentiert er sich in einem schönen intensiven Rubinrot.
In der Nase öffnet er sich fruchtig mit Aromen von Pflaume, Kirsche, Johannisbeere und dunklen Früchten, begleitet von einer ätherischen Note unter dem Geist, alles begleitet von süßen Gewürzen wie Ingwer und Schokoladennuancen.
Am Gaumen zeigt er sich sofort intensiv und vollmundig, mit ausgezeichneter Weichheit und gutem Geschmack. Auch im Mund rote Früchte, mit Noten von Pfeffer, Zimt und Lakritze, Abschluss mit würzigem Nachgeschmack, Wildkirsche und leicht würziger Note.
Serviertemperatur: 18/20 °C
Alkoholgehalt: 13,5 % Vol.
Definitiv ein Wein, den man mit dieser oder anderen Zubereitungen auf Basis von Fleisch ausprobieren sollte, besonders rotem, aber auch weißem Fleisch; Wild und Grillgerichte.
Preis in der Weinhandlung: 9,00 € bis 13,00 €.
Ich verabschiede mich wie immer und wünsche euch nur das Beste – BOLLICINE...





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